„Der Herbst ist da“ sangen am vergangenen Sonntag die Kinder aus unserer Kita St. Elisabeth und zeigten dazu ihre selbstgemalten Bilder. Ja, der Herbst ist da, die Bäume beginnen ihre Blätter abzuwerfen, und wir freuen uns über den ein oder anderen Sonnentag, den wir beim Spaziergang oder bei einer anderen Beschäftigung genießen. Ich hoffe sehr, dass Sie die Tage genießen, es sich gut gehen lassen und sei es auch nur für eine kurze Zeitspanne. Noch früh genug wird es dunkler werden, der Regen wird kommen, was der Erde und dem Rhein guttut, aber uns nicht unbedingt. Die Dunkle Jahreszeit rückt näher, die Tage werden kürzer. Immer früher müssen wir zu Hause Licht anmachen und die Heizung muss uns Wärme schenken.
Aber es kommt auch die Zeit, wo wir an die Menschen erinnern, die wir vermissen oder verloren haben, wo wir die Dunkelheit mit Laternen erleuchten, St. Martinslieder singen und der ein oder andere Jeck sich auf den Fastelovend freut, wäre da nicht noch der Advent, Weihnachten, Sylvester und Neujahr. Vieles steht in diesem Jahr noch an, manches kann sich noch zum Guten oder zum Schlechten wenden. Vieles können wir selbst beeinflussen.
Sagen wir doch erst einmal Danke für das, was wir haben und was uns geschenkt wurde. Bleiben wir im Geiste von Erntedank beseelt und freuen uns über die Menschen, die um uns sind und uns begleiten. Stärken uns für das, was noch auf uns wartet und stimmen wir Paulus zu, der im Brief an die Philipper schreibt:
„Schwestern und Brüder! Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: In Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch den, der mich stärkt. Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken.“
Alles hat Paulus erlebt, Gutes und Schlechtes. Nichts ist ihm fremd, so wie vielen von uns, auch alle Seiten des Lebens bekannt sind. Mal mehr, mal weniger schmerzhaft oder schön. Paulus schreibt es Jesus Christus zu, dass er das alles geschafft hat und schafft. Jesus ist seine Kraftquelle. Ich wünsche Ihnen allen in dieser Herbstzeit, dass Sie diese Kraftquelle auch für sich wieder entdecken oder daran festhalten. Ich wünsche Ihnen Menschen, die für Sie da sind, wenn Sie sie brauchen, und Sie begleiten in der Not, aber auch in den schönen Zeiten, die auf jeden von uns warten. Daran glaube ich und vertraue ich.
Michael Sebastian, Pastoralreferent



















